Lieber Leser!
Bei diesem Beitrag geht es mir nicht darum, irgendwelche Angst zu schüren.
Ich möchte nur aufzeigen, welche Möglichkeiten grundsätzlich bestehen, damit ängstlichere Menschen die Einstellungen auf ihren Blogs entsprechend vornehmen können. Einige sind seit dem letzten Update verunsichert hinsichtlich des Datenschutzes.
Dass man nichts im Internet veröffentlicht, zu dem man nicht stehen kann und das unangenehm werden könnte, egal in welcher Hinsicht, ist seit langem bekannt.
Man schreibt keine Unwahrheiten über andere, man beleidigt niemanden, man gibt nicht seine privaten Daten oder Fotos preis oder kurz gesagt, nichts, was man nicht mit Anderen teilen möchte. Das Internet ist ein öffentlicher Platz. Das war schon immer so und wird auch so bleiben.
Eine Panikmache ist nicht beabsichtigt. Brauche ich auch nicht, das machen Andere. Ich habe mich nun drei Tage lang mit den Neuerungen auseinander gesetzt. Meine Kreativität ist dabei ein wenig zu kurz gekommen, aber ich habe selbst dabei eine Menge gelernt und wieder neue Menschen kennen gelernt. Das finde ich gut und insgesamt bin auch wieder wesentlich ruhiger.
Heute Morgen setzte ich noch einen Link zur WinLive – Hilfe auf meinen Blog. Ihr findet ihn beim Betreten des Blogs in guter Gesellschaft bei Gene, direkt beim HALLO der kleinen Grünen. Ich habe im übrigen Dev mitgeteilt, dass ich Skydrive in der jetzigen Form für eine Schwachstelle halte.
Wenn andere Computer- und Internetnutzer Fehler in meinen Ausführungen entdecken oder Verbesserungsvorschläge haben, wäre ich dankbar über entsprechende Kommentare in meinem Blog. Vergesst bitte nicht, dass ich im Grunde ein Anfänger bin und aus meiner persönlichen Wissenslage heraus geschrieben habe. Und das Portiönchen Wissen habe ich gern an euch weiter gegeben.
Sonntagsspaziergang in Space
Wie komme ich zu meiner Freundin, wenn ich nicht eingeloggt bin und ein Stichwort in die Suchmaschine eingebe?
Regen seit gestern, die Radtour war abgesagt worden. Da machte ich halt einen Ausflug am Bildschirm. Und mir kam die Idee, nicht das Lesezeichen anzuklicken, sondern den Namen als Stichwort bei Big G einzugeben. Ich staunte nicht schlecht, was mir alles angeboten wurde. In erster Reihe ein Link zu Restaurants mit gleichem Namen, eine Ich-seh-aus-wie-Naomi – Galerie, eine Hellseherin, eine Friedensorganisation, sogar einen Moorleichenfund bot die Suchmaschine an. Oder eine 19Jährige in Österreich, eine unbenutzte Seite bei einem Hoster.
Und wenn ich auf meiner Seite starte, ohne mich einzuloggen?
Ich hab dann doch lieber den Weg von meiner Seite ausgehend gewählt. Das war mir erst mal zu viel Ablenkung und schließlich wollte ich ja zu meiner Freundin. Hübsche Bilder unterwegs, romantische Musik, Garten der Gefühle, ich klickte ein Bild im Gästebuch an, landete bei jemandem, den ich kannte und las mich fest.
Zwischendurch abonnierte ich ein dynamisches RSS-Feed, dass mir auch als nicht eingeloggtem Besucher schon mal Freundesliste, Blogbilder, Fotoalben, Lieblingsbücher und ähnliches anbot. Nach mehr als einer Stunde hatte ich vergessen, wonach ich eigentlich gesucht hatte, nach meiner Freundin nämlich.
Noch mal die Suchmaschine
Ich fing noch mal von vorne an, gab das Suchwort in die Big G – Leiste ein, fand Hinweise auf ihre Zitate, die ich aber ohne Berechtigung nicht ansehen konnte und erhielt lediglich Zutritt zu ihrer Profilseite. Leider konnte ich auch ihren Blog nicht ansehen, denn auf ihrer Profilseite war der dafür notwendige Link ausgeblendet. Nun dachte ich mir, wenn ich auf diesem Weg schon unterwegs wäre, könnte ich bei mir selbst ja auch mal nachsehen.
Und wie sieht es bei mir aus?
Ich loggte mich kurz ein, blendete Module wie Gästebuch und RSS-Feed aus und änderte meine Berechtigungen. Merkwürdigerweise änderte sich beim Speichern die Spracheinstellung vom Deutschen ins Englische.
Obwohl ich die Berechtigungen für die Fotos auf Netzwerk eingestellt hatte, konnte ich die Bilder ansehen und sogar ein RSS- Feed abonnieren. Was ja wohl daran liegen muss, dass Freunde meines Netzwerks ihre Einstellungen anders geregelt haben. Auch die Download-Funktion war noch gegeben und ich hätte einen Druckauftrag bei meinem Druckerhersteller aufgeben können. Außerdem wurde der gesamte Pfad dieser Dateien angezeigt, der sich allerdings nicht überschreiben ließ. Hier ist ein Schnappschuss, falls es jemand nicht glauben mag:
Wie kommt man zu einem erweiterten Netzwerk?
Von meinem Skydrive gelangte ich zu den Fotoalben meiner Freunde und weiter zu deren Profilen. Nicht genug damit. Mister A. hatte ein Foto von mir bekommen und hatte wiederum Madame B. eines seiner Fotos überlassen. Somit gehört Madame B. damit zu meinem erweiterten Netzwerk, obwohl ich sie nicht eingeladen habe und sie kommt somit natürlich auch zu meinem Profil und an die Daten, die Skydrive bietet. Schicke ich also meine Bilder bei jemandem ins Gästebuch, ist die Verbindung geschaffen. Die Bilder von mir, die ich mit Freunden teilte, waren älteren Datums. Sie stammten aus der Zeit meines früheren Blogs, den ich beim letzten Update-Chaos in der vergangenen Woche dummerweise gelöscht hatte. Und jemand anders, der auch nicht zu meinem direkten Netzwerk gehört und auch in Zukunft nicht dazu gehören wird, hatte mit seinem Bildergruß in meinem Gästebuch die unerwünschte Verbindung geschaffen.
So beendete ich meinen Sonntagabendspaziergang mit etwas gemischten Gefühlen.


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Wer hat das gesagt?