Handschriftliche Notizen, im blauen Buch gelesen. Da hatte ich noch keinen Computer. Hin und wieder war ich zu Spieleabenden eingeladen. Pitfall war das bevorzugte PC-Spiel. Heute gibt es davon Neuauflagen und das Original ist schwer zu kriegen. Es hat heute Kult-Status.
Mehr lässt sich mit meinem Kopf zur Stunde nicht anfangen. Ich mache meinen Einkauf nebenan im Supermarkt und sitze dann wieder mit meiner Hohlnuss auf dem Sofa und esse ein Rhabarberbaisé zum Nachmittagskaffee. Mehr ist einfach nicht drin.
Und draußen ist nach wie vor alles einheitlich grau.
Ich zeichne, drei neue Skizzen kommen in die Ablage, zwei davon schicke ich weg. Dann bin ich schon wieder viel zu müde und schalte das TV an.
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Julia Cameron sagte in ihrem Buch „Der Weg des Künstlers“, man/frau solle sich nicht so viel Gedanken um das Ergebnis beim kreativen Arbeiten machen, weder vorher noch hinterher, die Beurteilung stünde einem eigentlich nicht zu. Da wären später genug andere Betrachter, die sich Gedanken dazu machen. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich mit einem konkreten Plan anfange zu zeichnen und dann am Ende auf ein völlig anderes Ergebnis schaue.
Ich wollte einen kleinen rotbunten Stein zeichnen, mit Aquarellstiften. Auf halbem Wege merkte ich, dass ich für diese Aufgabe besser die flüssigen Aquarellfarben gewählt hätte, mochte aber die Arbeit nicht abbrechen. Als ich die Stifte endlich beiseite gelegt hatte und ich das Bild hin und her drehte, war vom Stein nicht mehr viel zu erahnen.
Hier ist das Ergebnis:
Da hat die Fantasie doch wieder zu tun…





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