Indonesisches Rezept: Gudeg
(für 6 Personen)– Javanisches Huhn –
Zutaten:
1 größeres Brathuhn
Salz, Pfeffer
3 Tassen sehr dickes santen (aus 1 mittelgroßen Kokosnuss oder 300 g Kokosflocken)
santen=nicht die flüssige Milch, die man aus der frischgeöffneten Kokosnuss gießt, sondern eine Mischung aus Wasser und den Ölen, die man aus geriebenem Kokosnussfleisch heraus presst. santen wird in Indonesien benutzt, um Saucen anzudicken und um Gerichten zusätzlichen Geschmack zu geben.
1 TL Chili, 6 Schalotten, 1 Scheibe terasi
terasi=dunkle, aus Krabben hergestellte Paste, die etwa wie Fleischextrakt aussieht und riecht, aber die Beschaffenheit einer gewöhnlichen Fleischpaste hat. Wird gewöhnlich aus Malaysia verkauft und heißt dann balachan. Wird als Würzstoff verwendet, roh und gebraten oder gegrillt. wird immer mit anderen Gewürzen und Geschmackszutaten zusammen zu einer dicken Paste zerstoßen oder zermahlen, dann mit etwas Öl im wok gedünstet.
Gebratenes terasi verwendet man bei Rezepten, wo Gewürze mitgekocht werden.
Kocht man häufig indonesisch, lohnt es sich, etwa 50 g zu braten und in einem Glas kühl und trocken aufzubewahren. Es riecht und schmeckt sehr stark und ist fast unbegrenzt haltbar.
3 Knoblauchzehen, 4 kemiri
kemiri=Macadamianüsse, für viele Gerichte unbedingt erforderlich, ähnlich der Walnuss.
1/2 TL laos
laos=wie kencur eine aufgeschnittene, in Indonesien meist frisch verwendete Wurzel. Kann man in Scheiben oder gemahlen kaufen, ist sehr konzentriert, daher Vorsicht bei der Dosierung. Wird mitgekocht und vor dem Servieren entfernt.
1 TL jinten
jinten=Kümmel
3 TL gemahlener Koriander, 1 kleines Stück kencur, 2 salam-Blätter (oder Lorbeerblätter), 1 daun jeruk purut nach Belieben (daun=Blatt)
daun jeruk purut=sieht dem Lorbeerblatt ähnlich, hat einen strengeren Geruch
120 g Bambussprossen, dünn geschnitten, oder (falls erhältlich)1/2 kleine nangka (Jackbaumfrucht) von etwa 500 g Gewicht.
nangka in Scheiben schneiden und mit etwas Salz 5 Minuten kochen lassen, damit sich die Klebrigkeit gibt.
Zubereitung:
Das Huhn gut mit Salz und Pfeffer würzen, mit Butter bestreichen, in Alufolie wickeln und braten.
Schalotten, Knoblauch, terasi und kemiri zu einer Paste zerstoßen, gründlich mit den übrigen Zutaten vermengen, zuletzt das santen zugeben und gut umrühren. Die Mischung abschmecken, notfalls nachsalzen.
Das Huhn in Portionsstücke tranchieren und diese zusammen mit dem Bratensaft in das mit Gewürzen vermischte santen geben.
In einer tiefen Kasserolle 50 bis 60 Minuten simmern lassen, bis die Sauce andickt. Gelegentlich umrühren und aufpassen, dass das Huhn nicht verbrennt.
Nach Belieben kann man auch gleichzeitig mit dem Huhn ganze hartgekochte Eier in die Sauce geben. Die Eier dann vor dem Servieren in Scheiben schneiden. Durchtränkt von der kräftigen Sauce und den Gewürzen schmecken die Eier besonders gut.
Dazu reicht man nasi (Reis).
Guten Appetit!



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