Rechtzeitig
19 Sept 2023 Hinterlasse einen Kommentar
Unter kürzlich veröffentlicht steht bei mir ein Beitrag vom Mai letzten Jahres. Kürzlich – NEULICH !
In den Märkten für den kleinen Geldbeutel sind grade keine Insektenschutznetze zu kriegen. So ähnlich wie der Dieselpreis – warum is der jetzt hoch?
Weil`s Herbst wird.
Siehste!
wieder ein Jahr herum
11 Mai 2022 Hinterlasse einen Kommentar
in Tagebuch Schlagwörter:Tagebuch
Das Leben läuft weiter. Schlechte Erinnerungen kommen nur noch selten. Neue Zukunftspläne werden geschmiedet, neue Freundschaften geknüpft, alte aufgefrischt. Vieles wird mit anderen Augen gesehen.
Weihnachten 2020
25 Dez 2020 Hinterlasse einen Kommentar
in Tagebuch, Uncategorized Schlagwörter:c-diary, Depression, Weihnachten 2020, WITCH
….Zeit für Jahresrückblick..auf allen Sendern….
mein persönlicher ist miserabel. Wem soll ich`s erzählen, wenn ich doch allein hier am Heiligabend in meinem Haushalt sitze? Ein Bruder ist zu weit weg, mehr Familie existiert nicht mehr.
Meinen Freund lernte ich im Oktober vor zwei Jahren zufällig kennen. Im Juni in diesem vermurksten Jahr kamen wir uns näher und stellten fest, wir wollten uns noch besser kennenlernen.
Seitdem sahen wir uns täglich, in seiner oder meiner Wohnung.
Alles, was so dazu gehört beim Kennenlernen, Augenfarbe, Lieblingshoodie, Hobbitfüße…. worüber wir lachen, was uns aufregt…. und ein Sommer voller Wärme mit sternenklaren Nächten unter freiem Himmel. Zu all diesen Stichworten habe ich sofort die schönsten Bilder im Kopf.

Aber leider ist es nicht nur bei den schönen Bildern geblieben. Im August wurde es kühler und die Stimmung kippte häufiger um. Es folgten Gespräche, die unter die Haut gingen. Woher kommt eine krankhafte Eifersucht? Woher kommen paranoide Ideen? Kann Mann das Kopfkreiseln mit Alkohol in den Griff kriegen?
Er wollte diese Gedankenkonstrukte aus dem Kopf haben, sagte er. Und wir machten Pläne, neuen Arzt suchen, Kur beantragen, Therapieplatz suchen, neue Wohnung suchen…. und er schränkte seit Juni schon den Alkoholkonsum ein, erfuhr ich später. Wir waren zuversichtlich, dass wir das gemeinsam irgendwie hinkriegen würden.
Anfang Oktober ging es ihm so schlecht, dass er sich zurückziehen wollte. Das war ein Wochenende. Als ich nachmittags vom Landausflug zurück kam, besuchte ich ihn spontan zuhaus. Er hatte Fieber und es ging ihm nicht gut. Mit Wadenwickeln durch die Nacht und am nächsten Morgen die verzweifelte Suche nach ärztlicher Hilfe. In dieser Corona-Zeit war das in unserer Stadt schwierig zu organisieren, weil mein Freund keinen Hausarzt mehr hatte und sein letzter Arztbesuch weit zurück lag. In dieser Zeit kam ich von Null auf Hundert in NullKommaNix in wirklich jeder Beziehung. Telefonieren, gugeln, Netdoktor lesen, Leichtkost zubereiten, fiebrig durchgeschwitzte Wäsche wechseln, Medikamente holen…. und bei Thermometerstand 39,7 am Bett wachen. Coronatest negativ – Lungenentzündung. Vierzehn Tage, dann blieb die Temperatur endlich unten.
Das hieß auch 14 Tage ohne Alkohol. Klar im Kopf. Wir haben uns gefreut und wieder zusammen gekocht.
Dann kam das Halloween Wochenende. Freitag am frühen Abend Musik gehört, Karten gespielt und gelacht und gegen 21 Uhr eine Film reife Szene mit Executive im Flur, weil sich Nachbarschaft über Ruhestörung beschwert hatte.
Danach war alles anders. All seine Dämonen waren wieder da. Und ich gehörte nun auch zu diesen Dämonen.
Er sagte im November: „Es geht nicht. Passt nicht….“ , gab mir meinen Schlüssel zurück, sagte „Mach`s gut“ und ging.
Anfang Dezember unternahm er in einer Klinik einen Suizidversuch und verstarb viel zu jung.
Ich habe so viel gelesen seitdem. Jedenfalls dann, wenn ich grade mal nicht weinen musste. Auch darüber, was psychotische Zustände auslösen kann. Oder Depressionen. Entzug gehört zu den Auslösern. Es waren so viele Fragen in meinem Kopf. Wir waren doch noch beim Kennenlernen, wollten uns Zeit lassen und haben uns drauf gefreut, was Neues anzufangen. Meine Hirnzellen kriegen das nicht hin, warum das plötzlich so ins Dramatische kippte und dann noch in einer Klinik. Und warum hat mich niemand angerufen, als er in die Klinik gebracht wurde? Viel zu viele Fragen, die immer wieder hochkommen.
Wie soll ich da „..stille Nacht, heilige Nacht..“ ertragen? Wem erzähle ich vor dem Einschlafen, warum ich schon wieder weine? Wer hält mich dann beim Einschlafen fest, damit ich mich sicher fühle?
Hier gibt es Info zum Thema HILFE FÜR HINTERLIEBENE :
schluffeln . . . .
23 Dez 2020 Hinterlasse einen Kommentar
in Tagebuch Schlagwörter:c-diary, Weihnachten 2020, WITCH
….dreiKreuzeFuer2020….IsolationFeeling….HoldingDistanceDoesntMeansSocialDistancing….
Bislang (13:03uhr) schluffe ich in müffeligen Pennklamotten durch meine Bude und arbeite (wie seit Monaten) Liegengebliebenes weg, wie durchgescheuerte und reissverschlusslose Lieblingsjeans und ungefärbte alte Leinenbezüge.

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Netzpolitik.org





Wer hat das gesagt?