Ich gestehe: ich hatte an diesem Wochenende NULLBock- Stimmung, zumindest was das Internet angeht. Dann hab ichs erst mal mit telefonieren versucht… ähm, ja, mit mittelmäßigem Erfolg. Nich da, keine Zeit, null Bock, Nummer nicht mehr erreichbar – war so ziemlich alles dabei. OK, dann nicht, faul auf dem Sofa liegen ist ja auch mal ganz nett.
Aber heute, am geheiligten Sonntag, da konnte ich mich doch tatsächlich zu einem Museumsbesuch aufraffen. Den Erweiterungsbau von unserem Stadtmuseum gibts ja schon paar Jährchen und ich Banause war im Horst Janssen Museum noch nie drin.
Interessantes Bauwerk, sieht von außen aus wie ein Walfisch. Und das Gehen innen über die verschiedenen Ebenen hat auch was. Aber nach zwei Stunden hatte ich eckige Augen. Es ist anstrengend sich die feinen Radierungen zu betrachten. Und auf Dauer immer wieder die Darstellung von Bäumen, Ästen, Wurzeln reinzuziehen macht echt müde. Einige Arbeiten gefielen mir ganz gut, aber zu meinen Lieblingskünstlern wird Janssen nie zählen. Erst recht nicht, nachdem ich mir ein Stück Dokumentation über ihn angesehen habe. Ich mag keine Cholerik
er.
Vor dem Museum steht gerade ein riesiger Container mit Fenstern, durch die man sich eine Fahrzeugkarosserie mit chinesischer Malerei betrachten kann. Als Werbehingucker sozusagen für die neueste Ausstellung. Darf man aber nicht zu nah heran gehen. Rostiges Containermetall… unsaubere Malerei an manchen Stellen… OK, vielleicht seh ich das zu eng. Wirkte aber auf mich wie ein gekürzter Kunstetat.
Vielleicht gehts ja auch zuende mit der Kunst in OL. Banausen scheinen zur Genüge am Werk zu sein. Das wird besonders deutlich an einer Bronze, die vor dem Museum steht. Hier grübelt man unweigerlich über den Begriff URHEBERSCHUTZ nach…
Im Ernst: wat kann denn die Kunst dafür?







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